Fette Katze auf dem Sprung
Gedanken-, Seiten- und andere Sprünge
Gedanken-, Seiten- und andere Sprünge
Als ich mich auf das Abenteuer des Mutterwerdens einliess, war für mich selbstverständlich, dass dazu das ganze Paket von Schwangerschaft, Geburt und Stillen gehören sollte. Meinem Kind beim Wachsen und Gedeihen helfen, mit vollem körperlichem Einsatz. Für mich gehört das einfach zusammen und ich wollte diese Erfahrung ganz oder gar nicht machen…
Ich wüsste, dass anderswo etwas stattfinden würde, was Kurzem grossen Spass bereiten würde. Trotzdem sitze ich auf der Bank am Spielplatz, während er zum gefühlt 500sten Mal die Rutsche runterrutscht – neuerdings rückwärts auf dem Bauch.
Falsch gewickelt, liebe Leute!
Diskussionen über’s Stillen (und wie lange) überschwemmen seit dem gestrigen Titelbild der US-amerikanischen Zeitschrift “Time”, das einen stillenden Dreijährigen mit seiner Mutter zeigt, ohnehin das Internet. Brüste! Brüste, die nicht zur Belustigung unserer männlichen Mitmenschen abgebildet werden, sondern als Nahrungsquelle für unsere Kinder.
Es gibt Tage, da ist es nicht ganz einfach, die nötige Gelassenheit für den von uns gewählten Erziehungsstil aufzubringen. Das sind die Tage, wo der erste Trotzanfall unseres nunmehr Zweieinvierteljährigen bereits vor dem ersten Kaffee stattfindet und dieser nur die Aufwärmrunde für den Rest des Tages war. Meistens geht es dabei ja um Dinge, die offenbar die Welt eines Zweijährigen stark bewegen: Das Nicht-Vorhandensein der zu genau diesem Zeitpunkt präferierten Joghurtsorte beispielsweise. An solchen Tagen würde man manchmal am liebsten die ganzen pädagogischen Konzepte in die Tonne treten und das Kind anbrüllen: “Ruhe jetzt oder ich geb’ dir einen Grund zum Heulen”.